Schreiben
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Bevor es losgeht

Lesson 1

Was wäre, wenn du ohne großen Aufwand mehr von diesen Dingen in dein Leben holen könntest:

  • Ruhe und Gelassenheit
  • Freude an dem, was schon da ist
  • klarere Ziele
  • Dankbarkeit, die dafür sorgt, dass du auch an blöden Tagen Lichtblicke siehst
  •  Verständnis für dich selbst: Du wüsstest, warum du manches tust und anderes nicht, obwohl du dich vielleicht nie bewusst dafür entschieden hast.
  • mehr Selbstsicherheit, weil du weißt, wer du bist und wohin du willst

Die gute Nachricht: Das alles ist möglich. Und du brauchst gar nicht viel dafür, nur einen Stift, Papier - und dein Herz.

Natürlich werden sich diese Dinge nicht von jetzt auf gleich ändern, aber wenn du anfängst zu schreiben und zu journaln, werden sie wachsen und immer mehr Raum gewinnen.

Klingt gut, aber du fragst dich, wie das funktionieren soll?

Dann bist du an der richtigen Stelle. Dieser kleine Kurs macht dich in sieben Kapiteln mit einigen Schreibtechniken vertraut, mit denen du deine persönliche Schreibreise beginnen kannst.


In jedem Kapitel findest du die Anleitung für ein kleines Schreibprojekt, das du am nächsten Tag in Angriff nehmen kannst. Keine Sorge, du brauchst nicht viel Zeit dafür. 5-10 Minuten reichen aus. Aber plane dir diese Minuten fest ein.

Am Ende der Woche hast du 6 unterschiedliche Schreibtechniken ausprobiert und weißt, wie du sie ganz nach Stimmung und Zweck einsetzen kannst.

Wie funktionierts?

Plane dir eine Woche ein, in der du jeden Tag schreiben wirst. Das muss nicht lange sein, 5-10 Minuten reichen aus.

Such dir im Voraus schon dein Schreibprojekt für den nächsten Tag aus. Ob du morgens oder abends schreibst, kannst du selbst festlegen.

Du kannst die kleinen Projekte der Reihe nach durchgehen - oder mit dem beginnen, das dich spontan am meisten anspricht (oder am stärksten herausfordert). Wenn du merkst, dass dir eine Technik richtig guttut, dann kannst du auch mehrere Tage dabei bleiben und die anderen Techniken entweder später ausprobieren oder deine Woche einfach verlängern.

Sieh die Schreibprojekte als Speisekarte, mit der du dein persönliches Menü zusammenstellen kannst. Aber - um im Bild zu bleiben - iss nicht nur Nudeln oder Pommes, wage dich auch an Projekte, die dir zunächst etwas ungewöhnlich oder herausfordernd vorkommen. Das sind nämlich oft die Bereiche, in denen man die spannendsten Dinge über sich lernt.

Die Vorbereitung

Für deine persönliche Schreibreise brauchst du nicht mehr als Stift und Papier. Ich würde dir trotzdem empfehlen, deine Schreibzeit ein bisschen zu zelebrieren. Mach ein Ritual daraus, auf das du dich täglich freust. Diese Dinge helfen dabei:

  • Ein schönes Notizheft oder -buch
    Such dir ein Notizbuch aus, das dich anspricht und inspiriert und fang auf der zweiten oder dritten Seite an - dann kannst du eine Übersicht deiner liebsten Schreibtechniken später auf Seite 1 festhalten ...
  • Wähle einen Stift, der gut übers Papier gleitet und nicht zu viel Druck benötigt. Ich schreibe am liebsten mit Tintenrollern oder Füller. Dein Stift sollte gut in der Hand liegen und dich beim Schreiben unterstützen.
  • Such dir in deiner Wohnung einen Platz, den du für die nächsten 7 Tage zum Schreibplatz erklärst. Du solltest dort ungestört sein, dich wohlfühlen und nicht abgelenkt werden.
    Das kann dein Lieblingssessel sein, der Küchentisch oder die Bank im Park.
  • Natürlich kannst du so lange schreiben wie du magst. Wenn du jedoch noch keine Schreibroutine hast, dann fang klein an und überfordere dich nicht. 5-10 Minuten am Tag sind völlig ausreichend.

Ein Wort zum Start

Du kannst dich natürlich hinsetzen, dein Journal aufschlagen und sofort losschreiben. Ich empfehle dir jedoch, vorher eine kleine Aufwärmübung zu machen. Nenn es Minimedition oder kurzes Gedankensammeln:

Setz dich dazu aufrecht hin und atme ein paar Mal ruhig ein und aus. Konzentriere dich dann auf das Thema oder die Frage, über die du schreiben willst. Du kannst die Frage in Gedanken wiederholen oder deine Gedanken ein bisschen darum kreisen lassen (aber nicht zu lange). Dann mache die Augen wieder auf und schreib los.  

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